Donnerstag, 11. Oktober 2018

International Waterbike Regatta 2018 in Zagreb


In diesem Jahr fand die International Waterbike Regatta (IWR) in Zagreb, Kroatien statt. Das hieß für uns: die Boote ca. 1.100 km nach Zagreb zu bekommen und anschließend wieder nach Berlin! Diese logistische Herausforderung wurde von den motivierten Tretern meisterhaft gelöst und wir konnten mit einem Mietwagen die Boote ziehen. An dieser Stelle: vielen Dank an das Fachgebiet „Dynamik Maritimer Systeme“ und Herrn Prof. Dr.-Ing. Cura Hochbaum für die Unterstützung!

Leider musste der Lattenjammer, unsere geliebte aber leider sehr schwere alte Dame, in Berlin bleiben.

Die Reise führte uns in zwei Tagesetappen, mit Zwischenstopp im schönen Bayern, nach Zagreb. So erreichten wir die IWR-Location am Sonntag gegen Abend als erstes Team und durften unsere Zelte bereits auf dem IWR-Gelände aufschlagen. Die beste Stelle am Platz ausgesucht, gemütlich das Lager aufgeschlagen, hatten wir nicht bedacht, dass wir am Mittwoch plötzlich von Hamburgern, Bremern, Duisburgern und Kielern umzingelt sein würden.


Durch unsere frühe Anreise hatten wir die Chance genutzt, uns das Land etwas genauer anzuschauen und einiges zu unternehmen.
So hatten wir am Montag den obligatorischen Strand-„Urlaub“ auf der Insel Krk und hatten sowohl Meer und Sand, als auch Sonne so richtig genossen.
Das Team auf der Insel Krk.
Den nächsten Tag nutzten wir für einen herrlichen Ausflug zu den Plitvicer-Seen. Eine wirklich beeindruckende Kulisse aus einer Ansammlung von vielen kleinen Seen mit einer Vielzahl an Wasserfällen und atemberaubender Natur.

Plitvicer Seen: Immer einen Ausflug wert!


Am Mittwoch reisten die anderen Teams an. Wir haben unsere Boote aufgebaut und die erste Probefahrt gemacht. Dann wurde die IWR offiziell eröffnet.
Die nächsten drei Tage waren geprägt von spannenden Rennen, netten Gesprächen und viel Spaß.

 
Spaß beim Fotoshooting!

v.l.n.r: Aquila, Imperator (Hamburg) und GinGer


Leider hat uns der große Wasserpflanzenbestand der Rennstrecke einige Probleme bereitet. So hatte GinGer viel Grünzeug im Propeller und musste während der Rennen große Schubverluste hinnehmen. Dies konnte nur geringfügig von den Fahrern verbessert werden, die vor jedem Rennen todesmutig ins Wasser sprangen, zum Propeller hinuntertauchten und den Propeller befreiten.
Auch Aquila hatte einige Schwierigkeiten und konnte zwischenzeitlich keine Rechtskurven mehr fahren, weil das Ruder durch das Grünzeug verklemmt war. Im Großen und Ganzen hatte Aquila jedoch deutlich weniger Probleme als GinGer.


GinGer beim Rennen. Man sieht deutlich die vielen Pflanzen im Wasser.
GinGer nach dem Rennen. Der Propeller ist fast nicht mehr zu erkennen.


Zu den Rennen: Es gab dieses Jahr seit längerem mal wieder die Disziplin 200 m Sprint. GinGer und Aquila haben es beide ins Halbfinale dieser Disziplin geschafft! Außerdem traten wir im 100 m Sprint, FSB (Forward Stop Backwards), Slalom und Bollard Pull an. Das Long Distance Rennen (Langstreckenrennen) war dieses Jahr wieder ein Höhepunkt der IWR. Leider konnte GinGer aufgrund der Wasserpflanzen nicht teilnehmen. Aquila hat bei diesem Rennen den meisterhaften 14. Platz erreicht. Da uns und den Organisatoren wetterbedingt ein halber Tag ausgefallen war, wurden leider die Disziplinen Acceleration und Secret Mission gestrichen.

Long Distance: Bei diesem Rennen sind alle Boote zeitgleich auf dem Wasser. Jedes Jahr ein Highlight!
Hier sind einige Videos, die einen kleinen Einblick in die Rennen bieten.




Gesamtplatzierungen:
Aquila: Platz 19
GinGer: Platz 21

Sogar der Lattenjammer hat eine Medallie bekommen, obwohl wir mit diesem Boot nicht angetreten sind.


Wir konnten beide Boote unbeschadet wieder mit nach Hause nehmen. Das ist bei Aquila eine Besonderheit, da wir in den letzten beiden Jahren einige wichtige Komponenten während der Rennen zerstört hatten.
Auch der Test unseres neuen Tretbocks war ein großer Erfolg. Der Riemen lässt sich damit sehr leicht spannen und auch beim Treten war nichts negatives festzustellen. Nun soll der zweite Tretbock gefertigt werden.


Leider war die Organisation der IWR dieses Jahr nicht besonders gut. Oft hatte man Probleme die Ansagen der Organisatoren zu verstehen und das Sicherheitskonzept war eher fragwürdig. Aber insgesamt war es eine sehr schöne IWR mit viel Spaß und neuen Freundschaften!